Am 31.07.2017 unterschrieb ich den Kaufvertrag. Damit war die Erweiterung unserer "Flotte" besiegelt. Die "LAZY DAYS" ist ein 16er-Jollenkreuzer (auch: S-Jollenkreuzer), Bj. 1969 und aus Holz! Der Rumpf setzt sich aus formverleimten Mahagoni-Sperrholzplatten zusammen, der Mast ist ebenfalls aus Holz.

Momentan steht der Kreuzer in meinem Carport und wartet auf die Überführung ins Winterlager. Der Mast steht aufgebockt im Garten und bedarf einer Grundüberholung - damit verbunden die ersten Erfahrungen mit Epoxid, Schleifpapier und Lack. Neuer Name: "Lütt Muus"

Bilder folgen...

Umfangreiche Arbeiten im Winterhalbjahr zahlten sich aus. Mast und Baum erstrahlten im neuen Glanz. Vor allem die Sanierung des Mastes war zermürbend, zahlte sich am Ende aber aus. Als der Lack ab war, konnten endlich 10 Lackschichten aufgetragen werden. Das Ergebnis kann man vorzeigen - wie neu! Die Risse in der Göl konnten mit Epoxy geklebt werden und auch dieses Resultat scheint vielversprechen zu sein. Aber auch der Rumpf und das Cockpit erhielten neue Anstriche, sodass die "Lütt Muus" nun wieder in Gänze strahlt. Leider musste ich im Frühjahr feststellen, dass der Aufbau gelitten hatte. An verschiedenen Stellen war der Lack gerissen und an einer Stelle war das Sperrholz des Daches sogar morsch. Doch auch diese Stellen konnten mit neu erworbenem "Know How" ausgebessert werden, so dass einem ersten Törn im Mai nichts entgegenstand. Die Woche in den Boddengewässern hinter dem Darss war nicht zuletzt wegen des traumhaften Wetters ein "Knaller". Die "Lütt Muus" segelte prächtig und überraschte uns mit mehr Platz und Comfort als wir es erwartet hatten. Und - sie war trocken! Zumindest ging ich anfangs davon aus. Leider musste ich bei einem folgenden Wochenendtörn feststellen, dass ca. 30 Litern im Boot waren. Ermittlungen ergaben einen ca. 30 cm langen Riss am Rumpf an einer Stoßstelle zweier Mahagoniplatten. Die Ursache für diesen Schaden konnte und kann ich mir bis heute nicht erklären. Aber er war da und eine Lösung musste her. Fachmännisch repariert hätte es mich mehrere tausend Euro gekostet. Das gab der Haushalt nicht her. Daher musste einmal mehr das Epoxy-Wunder herhalten. Die Frage ob mit oder ohne GFK-Flies dauerte recht lang - ich entschied mich dafür, ein Risiko einzugehen. "Ohne" 

Im Sommer folgte die Stunde der Wahrhei. Acht 8 Tage in den Schären bei Karlskrona brachten Entwarnung. Das Boot blieb trocken. Aber auch dieser Törn im Jahrhundertsommer 2018 war einfach nur ein Traum.